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Allgemeine Überlegungen vor dem Kauf einer Zwergbartagame
Bevor man sich für eine Zwergbartagame entschließt, sollte
man grundsätzliche Überlegungen anstellen. Wer sich für eine Zwergbartagame
entscheidet übernimmt über eine lange Zeit eine große Verantwortung.

Zwergbartagamen können bei guter Pflege 10 bis 15 Jahre alt werden. Daher ist
es bereits vor der Anschaffung unerlässlich, sich ein ausreichendes Wissen
anzueignen und sich genau über die Bedürfnisse der Bartagame zu erkundigen und
zu informieren.
Leider sind schlechte und unzureichende Haltungsbedingungen oft auf eine
mangelhafte Vorbereitung zurück zu führen, die nicht selten mit erheblichen
gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Tieres enden.
Die artgerechte Haltung von Zwergbartagamen kann man nicht innerhalb von ein
paar Minuten erklären, daher ist die kurze Beratung in einem Zoofachgeschäft
(wo es meist allein um den Profit geht) nur unzureichend.
Ich empfehle jedem, der sich für Bartagamen interessiert, sich geeignete
Fachliteratur zu kaufen und sich auch im Internet fachliches Wissen anzueignen.
Weiter sollte man sich im klaren darüber sein, das eine Bartagame - egal ob
Pogona vitticeps oder Pogona henrylawsoni - ein Wildtier ist. Sie benötigen
keine Kuscheleinheiten wie ein Hund, oder eine Katze. Auch benötigen sie keinen
Partner, denn in der freien Natur sind sie Einzelgänger. Die Annahme, das Tier
könnte vereinsamen, ist nur ein menschlicher Irrgedanke.
Auch sollten alle Familienmitglieder mit dem Kauf einer Bartagame einverstanden
sein. Das Terrarium sollte nicht in einem Raum aufgestellt werden, wo sich
niemand aufhält. Die Tiere sollten, auch wenn sie in ihrem Terrarium bleiben,
zur Familie gehören.
Keiner der Familienmitglieder sollte sich vor der Bartagame ekeln oder
fürchten.
Bartagamen fressen zwar viel pflanzliche Kost, sie benötigen jedoch zusätzlich
auch Lebendfutter. Der Pfleger sollte dabei unbedingt in der Lage sein, auch
lebende Tiere verfüttern zu können.
Man sollte auch beachten, dass das Futter der Bartagamen Kosten verursacht.
Abwechslungsreiche pflanzliche Kost, sowie Futterinsekten stellen einen
gewissen Kostenfaktor dar, der nicht unterschätzt werden sollte.
Beim Thema Kosten muss man auch die laufenden Stromkosten bedenken. Ein
Terrarium "verursacht" mit der richtigen Beleuchtung im Monat
zusätzlich 20-30 Euro Stromkosten.
Hinzu kommen noch evtl. Tierarztkosten. Diese sollten vorab schon mit
einkalkuliert werden. Die Tiere können erkranken und brauchen dann in vielen
Fällen ärztliche Hilfe. Die regelmäßige Untersuchung von Kotproben
eingeschlossen.
Auch für eine geeignete Urlaubsbetreuung muss man sich frühzeitig Gedanken
machen. Hier gilt ebenfalls, das sich der Betreuer nicht vor den Tieren ekeln
oder fürchten sollte.
Die richtige Beleuchtung - darüber streiten sich sogar die Gelehrten. Es ist nicht einfach das richtige Lampenspektrum zusammen zu stellen und schon gar nicht billig. Die richtige Beleuchtung für diese sonnenhungrigen Tiere ist sehr kostspielig ! Wer hier spart, der spart am falschen Ende ! Meiner Meinung nach alles wichtige Punkte, die vor der Anschaffung geklärt
werden sollten.
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